ZWISCHENBILANZ ZUR ÜBERMITTLUNG DER VGM-DATEN

Seit dem 01. Juli 2016 sind Verlader weltweit verpflichtet dem Carrier vor Verladung eines gepackten Containers das verifizierte Bruttogewicht (Verified Gross Mass – VGM) zu melden. Mit diesem SOLAS-Abkommen (Safety of Life at Sea) soll die Sicherheit bei Transporten auf See erhöht und gewährleistet werden. Zur Ermittlung des verifizierten Bruttogewichts werden 2 Methoden seitens der IMO (International Maritime Organization) vorgegeben:

Methode 1:
Die Verwiegung des gepackten und versiegelten Containers auf einer kalibrierten und zertifizierten Brückenwaage. Diese Methode bietet sich dann an, wenn Sie selbst über eine entsprechende Wiegestelle verfügen. Wenn nicht, können Extra-Kosten für Multistopps anfallen, welche dann auch den optimalen Transportweg beeinflussen können und damit auch Zeit kosten.

Methode 2:
Die Verwiegung aller einzelnen Versandstücke und Ladungsgegenstände und hinzuaddieren des Eigengewichts des Containers.

Ein Beispiel:
Einzelkarton per geeichter Waage verwogen: 10 KG
1. Verladung von 1500 Kartons (1500 x 10 KG): 15.000 KG
2. 1500 Kartons geladen auf 20 Paletten, je 35 KG: 700 KG
3. 10 Kanthölzer zwecks Sicherung, je 5 KG: 50 KG
4. 40‘ Containergewicht (Vermerk am Container): 4.300 KG
Gesamtbruttomasse des Containers: 20.050 KG

Diese Methode bietet sich vor allem dann an, wenn Sie Ihre Ware und Staumaterialen gut kennen. Es fallen hierbei lediglich Zusatzkosten an, wenn das übermittelte Gewicht vom realen Gewicht abweicht. Außerdem muss keine zusätzliche Zeit eingeplant werden, da Multistopps wegfallen. Anfangs konnten wir eine starke Tendenz zur Methode 1 feststellen, vor allem, da vielen das Risiko zu hoch war, mit der Methode 2 im Gewicht abzuweichen. Bisher bewahrheiteten sich diese Befürchtungen aber nicht, sodass viele unserer Kunden bereits auf die Methode 2 umgestellt haben und damit die Vorteile in der Kosten- und Zeitersparnis nutzen können.

Sollten Sie Fragen haben, sind wir jederzeit gerne für Sie da.

 

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