UPDATE COVID-19 – LUFTFRACHT

Die weltweit eingeleiteten Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus führen zu negativen Auswirkungen auf internationale Lieferketten. Die Auswirkungen auf die Airlines sind gravierend und die Folgen machen sich bei immer mehr Fluggesellschaften sichtbar. Enorme Staatshilfen für Fluggesellschaften wie die Lufthansa, aber auch Air France-KLM, Singapore Airlines oder US-Fluggesellschaften wie Delta, United oder American Airlines machen das mehr als deutlich. In diesen schwierigen Zeiten ist das Überleben für viele Fluggesellschaften dabei keineswegs sicher, wie die Insolvenzen von Avianca und LATAM – den beiden größten Fluggesellschaften in Südamerika – sowie auch Virgin Australia gut zeigen.

Wir möchten Sie über aktuelle Auswirkungen für die folgenden Airlines informieren:

Am 30. Juni 2020 wurde bekannt gegeben, dass auch die mexikanische Fluggesellschaft Aeromexico in den USA um Gläubigerschutz nach Chapter 11 ersucht. Diese „bankruptcy protection“ erlaubt es dem Unternehmen, sich zu restrukturieren und dabei gleichzeitig den Betrieb aufrecht zu erhalten. Somit ist es der Airline weiterhin erlaubt Waren und Dienstleistungen bei Lieferanten zu bestellen.

Des Weiteren will die Fluggesellschaft Air France Berichten zufolge, 7.500 Stellen bis Ende 2022 abbauen. Davon sollen auch rund 1.000 Stellen bei der Regionalfluggesellschaft Air France Hop betroffen seien, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP letzten Dienstag.

Außerdem wurde am Freitag verkündet, dass Tap Air Portugal wieder verstaatlicht wird. Der Anteil des Staates an dem Unternehmen steigt von derzeit 50 auf 72,5 Prozent. Tap war erst vor fünf Jahren teilprivatisiert worden.

Am Montag wurde nun auch bekannt gegeben, dass Österreich der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines mit einer Finanzspritze von 150 Mio. EUR helfen darf. Das Darlehen soll die Fluggesellschaft für Einbußen entschädigen, die direkt auf Reisebeschränkungen in der Corona-Pandemie von Anfang März bis Mitte Juni zurückgehen.

Es gibt auch positive Meldungen zu berichten, so wurde am 08.07. die Nordwest-Start- und Landebahn des Frankfurter Flughafens (07L/25R) wieder in Betrieb genommen, um einen stabilen Flugbetrieb für die bevorstehende Sommerferiensaison zu gewährleisten. Die Start- und Landebahn wurde seit dem 23. März nicht mehr genutzt und diente bisher als Abstellfläche für Großraumflugzeuge, die größtenteils von der Lufthansa betrieben werden.

Aufgehobene Reisebeschränkungen, gelockerte Kontaktbeschränkungen und die bereits zum Teil begonnen Sommerferien sorgen in Europa jedoch für einen Anstieg der Passagierflüge. Ob dies auch Auswirkungen auf die Frachtflugzeuge hat, verfolgen wir regelmäßig.Unsere Luftfracht-Abteilungen sind über die neuesten Entwicklungen, der sich ständig ändernden Lage informiert. Bitte zögern Sie nicht, sich bei weiteren Fragen und spezifischen Anforderungen bezüglich Ihrer Luftfrachtsendungen an Ihren jeweiligen Ansprechpartner von IPSEN LOGISTICS zu wenden.

Quellen: www.transportjournal.com, www.transportjournal.com, reisetopia.ch/news, www.airliners.de, www.verkehrsrundschau.de

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