Seefrachtverkehr in Corona-Zeiten

Im Fahrtgebiet Fernost-Nordeuropa sind die Schiffe bei reduzierten Abfahrten in beiden Richtungen aktuell Wochen im Voraus ausgebucht. Diese Situation hat den Carriern ermöglicht, die Brutto-Frachtraten für Juli im Exportverkehr stabil zu halten und im Importverkehr ex Asien sogar leicht anzuheben. Diese Anpassungen konnten trotz stark gesunkener Treibstoffzuschläge infolge des Ölpreisverfalls seit März erfolgen.

Die Reederei Hamburg Süd hat die Folgen der Covid-19- Ausbreitung in Lateinamerika unterschätzt. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass sich die Pandemie in Lateinamerika so negativ entwickeln würde, wie es sich aktuell abzeichnet“, äußert Arnt Vespermann, Vorstandsvorsitzender der zum Logistikkonzern A. P. Moeller Maersk gehörenden Hamburger Containerreederei, gegenüber dem DVZ-Brief. In dem Fahrtgebiet Lateinamerika verzeichnet Hamburg Süd laut Vespermann im zweiten Quartal einen Volumenrückgang von 18 bis 20 Prozent.

Quelle: DVZ-Brief Nr. 27 vom 02.07.2020

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